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10.08.2013 - Kinderbetreuung: Bedarf an Fachkräften

NÜRNBERG. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat berechnet, dass bis 2016 mit einem zusätzlichen Bedarf von 20.000 Fachkräften in der Kinderbetreuung zu rechnen sei. Bisher gebe es aber nicht in allen Bundesländern die...

NÜRNBERG. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat berechnet, dass bis 2016 mit einem zusätzlichen Bedarf von 20.000 Fachkräften in der Kinderbetreuung zu rechnen sei. Bisher gebe es aber nicht in allen Bundesländern die Voraussetzungen für entsprechende Umschulungen. Jobcenter und Arbeitsagenturen hätten rund 6.000 arbeitslose Frauen und Männer gefunden, die an einer beruflichen Neuorientierung interessiert seien. Davon würden bis Jahresende voraussichtlich 1.500 Personen eine Qualifizierungsmaßnahme beginnen. Die Umschulungen müssen von den Ländern finanziert werden. BA-Vorstand Heinrich Alt sagte, ein dichtes Netz an Betreuungsmöglichkeiten eröffne auch für die rund 600.000 Alleinerziehenden in der Grundsicherung neue Perspektiven für den Wiedereinstieg in den Beruf. Arbeit suchende Eltern bräuchten bessere Rahmenbedingungen. "Die Arbeitszeiten werden immer flexibler, aber bei den Kinderbetreuungszeiten sind wir stehen geblieben", erklärte Alt.

(Stand: 10.08.2013)
Quelle: NRZ

30.07.2013 - Mehr Geld vom Land für die berufliche Weiterb...

Landeszuschuss für Maßnahmen steigt ab September von 500 auf 2000 Euro.

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen erhöht seine Förderung für berufliche Fortbildungsmaßnahmen. Beim sogenannten Bildungsscheck kann vom 1. September an für zwei Jahre ein Zuschuss von maximal 2000 Euro beantragt werden – anstatt bislang 500 Euro, wie Landesarbeitsminister Guntram Schneider (SPD) am Dienstag in Düsseldorf ankündigte.

 

Grund für die Anhebung: Die bisherige Fördersumme habe sich insbesondere für langfristig angelegte Qualifikationsmaßnahmen als zu gering herausgestellt, erläuterte Schneider. Denn solche Fortbildungsmaßnahmen seien teilweise sehr teuer.

Der Bildungsscheck kann von Beschäftigten direkt beantragt werden sowie von kleinen und mittleren Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten. Auch Existenzgründer und Berufsrückkehrer können das Angebot ein Mal im Jahr nutzen.

Sie alle erhalten einen Zuschuss von 50 Prozent der Kosten. Gefördert werden Weiterbildungsangebote, die der beruflichen Qualifikation dienen – beispielsweise Sprachkurse, EDV-Schulungen und das Erlernen neuer Lern- oder Arbeitstechniken. Ausgenommen sind Qualifizierungen, die sich allein auf den Arbeitsplatz beziehen wie Maschinenschulungen. Seit 2006 nutzten 350 000 Personen das Programm – allein im vergangenen Jahr waren es 30 000. Finanziert wird es über Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds.

Das Land will nach Angaben von Schneider mit dem Programm dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Der Minister betonte, dass es in NRW einen solchen allgemeinen Mangel noch nicht gebe. Allerdings sei der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern in einigen Branchen bereits hoch. Dazu gehörten die Pflege und die Metall- und Elektroindustrie.

Seit Januar gibt es ein weiteres Landesprogramm im Kampf gegen den Fachkräftemangel: die „Beratung zur beruflichen Entwicklung“. Das Angebot richtet sich an Menschen, die sich beruflich verändern müssen oder wollen sowie an Berufsrückkehrer, wie Schneider betonte. Die Berater in den landesweit 80 Anlaufstellen helfen bei der Neuorientierung und der Weiterbildung. Sie unterstützen zudem Zuwanderer bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen.

(Stand: 30.07.2013)
Quelle: WZ-Newsline

 

 

30.07.2013 - Wie Kitas um Erzieher buhlen - Dienstwagen ...

Erzieher sind gefragt wie nie zuvor: Zum 1. August fehlen in Hessen schätzungsweise 5.000 von ihnen. Ob Mercedes oder Notebook - die Kita-Betreiber lassen sich im Wettstreit um die Fachkräfte so einiges einfallen.

Maren Fischer hat den Jackpot geknackt. "Ich habe einen Sechser im Lotto, definitiv", sagt die 31 Jahre alte Erzieherin. Sie arbeitet im Frankfurter Stadtteil Sindlingen in der Kinder-Arche. Die Krippe ist eine von fünf Kindertagesstätten des gemeinnützigen Trägers "Terminal for Kids" im Rhein-Main-Gebiet.

Neben Vergünstigungen wie einem Mercedes-Dienstwagen oder der Fahrtkostenerstattung sowie einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio bietet "Terminal for Kids" seinen Mitarbeitern auch eine jährliche leistungsbezogene Prämie. "Bei uns wird darauf geachtet, was wir leisten und dementsprechend wird unsere Leistung wertgeschätzt", sagt Fischer. Nach fünf Jahren gibt es außerdem eine Treueprämie - für Mitarbeiter, die dabei bleiben.

 

Personal fehlt: "Wir steuern auf ein Desaster zu"

Die Suche nach Fachkräften bringt die Kita-Leitungen ordentlich ins Schwitzen, etwa 5.000 Erzieher fehlen in Hessen zum 1. August. Eine helfende Hand ist da willkommen. Das Beratungs- und Verwaltungszentrum (BVZ) in und um Frankfurt unterstützt 157 freie Träger bei der Personalsuche. "Wir müssen uns vor allem darauf verlassen, dass unser Konzept überzeugend ist", sagt Geschäftsführer Michael Burbach. Denn wesentlich mehr zahlen können die meisten freien sowie die städtischen und konfessionellen Kitas den Betreuern in der Regel nicht. Auch wenn die Stadt Frankfurt und die Kirchen die Gehälter für die Erzieher bereits ein wenig angehoben haben.

"Wir steuern auf ein Desaster zu", betont Burbach. Für 700 Kita-Plätze in diesem und 200 im kommenden Jahr fehle dem Verband bislang das Personal. "Viele unserer neuen Einrichtungen werden wir voraussichtlich erst einmal gar nicht eröffnen können." Trotz der hessenweiten Zeitungsannoncen "in allen Lokalblättern" rennen die Erzieher ihm nicht die Tür ein. Im Gegenteil: "Es gibt einfach keine", sagt Burbach.

 

Handys und Notebooks als Lockmittel

Um Mitarbeiter zu gewinnen und sie dann auch noch zu halten, hat der Träger "Terminal for Kids" sein spezielles "Mitarbeiterbindungsprogramm", wie Ingo Penner berichtet, der Leiter der Arche in Frankfurt-Sindlingen. "Von anderen Trägern habe ich gehört, dass Mitarbeiter auch Mobiltelefone oder Notebooks bekommen", sagt er. Dennoch können sich solche Bonbons wohl nur finanziell wirklich gut ausgestattete Träger leisten – und somit bleiben sie die Ausnahme.

Doch eine andere Entwicklung bringe der Fachkräftemangel mit sich, der den Erziehern zugutekommen könnte, sagt Penner. "Alle schauen jetzt auf den Erzieher und sehen: Aha, das ist eine ganz wichtige Person in unserer Gesellschaft, die vielleicht etwas mehr Gehalt bekommen müsste." Der Kita-Leiter hofft, dass das Gehalt der Erzieher auf Dauer an das der Grundschullehrer angepasst wird. "Kinder sind der wichtigste Schatz, den die Eltern haben, gerade die kleinen Kinder", sagt er: Ihre Betreuung sollte allen etwas wert sein.

(Stand 31.07.2013)

Quelle: Von Lilith Becker, hr-iNFO 

23.07.2013 - SPD will berufliche Bildung stärker fördern

STUTTGART. Weniger Schüler und mehr Abiturienten – deshalb fürchtet die Wirtschaft um ihre künftigen Fachkräfte. Die SPD verspricht, die berufliche Bildung zu fördern. Wie, das bleibt schwammig.

Die SPD arbeitet auf eine stärkere individuelle Förderung schwächerer Auszubildender hin. Der Berufsschulexperte der Landtagsfraktion, Gerhard Kleinböck, sagte am Mittwoch in Stuttgart: «Wir können es uns nicht erlauben, auch nur einen einzigen Jugendlichen aufzugeben.» Auch Fraktionschef Claus Schmiedel betonte, das auch vermeintlich schwächere Jugendliche ausgebildet werden müssten. Bislang landen diese oft in sogenannten Übergangssystemen – sie absolvieren also zum Beispiel ein Berufsvorbereitungsjahr oder eine Berufseinstiegsqualifizierung.

Diese Übergangssysteme sollen laut Schmiedel nicht abgeschafft, aber langfristig überflüssig gemacht werden. Schwächere Azubis müssten künftig stärker individuell gefördert werden. Häufig scheiterten die jungen Leuten an ihren schwierigen Lebensumständen. «Manche tragen eine Last im Rucksack mit sich rum, für die sie nichts können. Wenn jemand hilft, den Rucksack Zug um Zug zu entleeren, dann springen die am Ende auch alleine durchs Leben», sagte Schmiedel. Wie die angekündigte Weiterentwicklung der beruflichen Bildung konkret aussehen soll, will die SPD in diesem Herbst erklären.

Kultusminister Andreas Stoch (SPD) sagte, es werde geprüft, wie die beruflichen Schulen pädagogisch weiterentwickelt werden könnten. Zur Stärkung der beruflichen Bildung solle die Berufsorientierung auch in den allgemeinbildenden Schulen eine größere Rolle einnehmen. Für Werkrealschulen, Realschulen, Gymnasien und Gemeinschaftsschulen ist laut Stoch ein neues Fach «Wirtschaft und Berufs- und Studienorientierung» vorgesehen.

Der Berufsschullehrerverband kritisierte, Schmiedel und Kleinböck seien in ihren Äußerungen unverbindlich geblieben. Es bleibe dabei, dass die Landesregierung berufliche Schulen aushungere, erklärte die Vorsitzende Margarete Schaefer. Die permanente Kritik des Verbandes geht Schmiedel gegen den Strich. Im dpa-Gespräch sagte der Fraktionschef, einzelne Lehrerverbände führten sich teilweise auf wie «Heulsusen». Dem Berufsschulverband warf er vor, ein «Zerrbild» zu zeichnen und die Lage an den beruflichen Schulen schlechtzureden.

Die Wirtschaft befürchtet wegen sinkender Schülerzahlen und der steigenden Zahl von Abiturienten, die dann an die Hochschulen wechseln, nicht mehr genügend geeignete Auszubildende zu bekommen – zum Teil bleiben Stellen schon jetzt unbesetzt. Kleinböck sagte, bislang sei die Not der Betriebe aber offenbar noch nicht so groß, dass sie alles dransetzten, um jeden jungen Menschen auszubilden.dpa

(Stand: 22.5.2013)
Quelle: http://www.news4teachers.de/2013/05/spd-will-berufliche-bildung-starker-fordern/